Im Herbst beginnt aufgrund der Witterung und der Jahreszeit die Saison für den Rostbefall in Dauerwiesen.
🌱 Symptome
* Zuerst treten hellgelbe Flecken auf den Blättern auf.
* Anschließend bilden sich gelbliche, braune oder schwarze Pusteln, die Sporen enthalten. Diese Pusteln können sich wie Staub vom Blatt lösen.
* Die Gräser verfärben sich gelb bis braun.
* Die Pflanzen werden geschwächt und es erfolgen sogar Sekundärinfektionen mit anderen Krankheiten bzw. sterben die Blätter ab.
🍂 Ursachen
* Verursacht wird Gräserrost durch Pilze.
* Höhere Tagestemperaturen im Herbst (Klimawandel!) mit Taubildung oder Niederschlag sind günstige Entwicklungsbedingungen für den Pilz.
* Mangel an Nährstoffen und Wasser schwächt die Gräser und macht sie anfälliger für Rost.
* Manche Gräserarten wie Wiesenrispe oder Raygräser sind generell etwas anfälliger. Aber auch innerhalb der Arten gibt es gravierende Sortenunterschiede. Deshalb gibt es in der Beschreibenden Sortenliste der AGES auch Boniturnoten für Rostanfälligkeiten.
🚑 Vorbeugung und Behandlung
* Gut mit Nährstoffen versorgte und regelmäßig nachgesäte (Sortenwahl!) und damit verjüngte Bestände sind widerstandsfähiger.
* Schonendes Mähen mit ausreichender Schnitthöhe und geschärften Mähwerkzeugen schonen das Grünland und stärken die Resilienz.
🌬 Verbreitung
Die Sporen des Rostpilzes verbreiten sich durch Wind, was zu einer schnellen, nestförmigen Ausbreitung auf der Wiesenfläche führt und die ganze Fläche unbrauchbar machen kann.
