Wiesenrispe
Die Wiesenrispe (Poa pratensis) ist eines der weltweit verbreiteten Grünlandgräser und gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie wächst in vielen Klimazonen, bildet dichte Bestände und trägt entscheidend zur Stabilität von Weiden, Wiesen und Grünflächen bei. Sie ist eine Kernkomponente hochwertiger Grünlandmischungen.
Die Wiesenrispe ist ein vorzüglicher Narbenbildner da sie ausläufertreibend ist. Im Gegensatz zur ähnlichen Gemeinen Rispe (Poa trivialis), die oberirdischen Ausläufer (Stolonen) bildet, sind die Ausläufer der Wiesenrispe unterirdisch. Sie ist winterhart (daher in höheren Lagen auch statt Deutschem Weidelgras der Hauptbestandteil guter Weiden), trittverträglich, toleriert häufiges Mähen bzw. Verbeißen durch Weidetiere und wird auch gern gefressen.
Sie treibt früh und wächst gut nach. Bei der Etablierung in Neuansaaten aber auch bei einer Nachsaat hat sie mit ihrer langsamen Jugendentwicklung deutliche Nachteile zu Raygras oder Knaulgras. Darum findet die Wiesenrispe auch keine Verwendung in kurzfristigen Feld- und Ackerfuttern.
